Sonntag, 17. Oktober 2010

14.10. Donnerstag Dominica, Roseau

Another day in paradise – den Spruch hört man im Moment überall auf dem Schiff und davor. Teile von Fluch der Karibik wurden hier gedreht.
Um 7:15 haben wir angelegt, heute war das Frühstück mal mit Blick auf die Uhr, wir müssen um 8:30 draußen sein.
Erwartet wurden wir vom Chef des Unternehmens Levi Baron, er gab uns weiter an Gary, der uns und noch zwei andere, Betty und Jonathan, über die Insel fuhr. Wir waren in einem Van nur zu fünft! Exklusiv!
Übrigens auch hier auf der linken Seite.
Am 4.11.1493 kam Columbus hier zum ersten Mal vorbei
Ureinwohner Arawak und Cariben, zwei verschiedene Stämme die sich nicht mochten. 75000 Einwohner insgesamt sagt der Reiseführer, 71000 sagt Gary. 365 Flüsse. 1979 unabhängig geworden, davor war es britisch. Letzten Freitag hatten sie einen Sturm.

Zuerst kamen wir am Industriegebiet vorbei, Canefield, dort ist auch ein kleiner Flughafen. Überall wird an den Straßen gebaut, und dann kam der Hammer: China schickt seine Gefangenen hierher, um statt im Gefängnis zu sitzen hier was zu arbeiten; sie bauen die Straßen aus. Auf den Schildern dort unten stand auch gelegentlich was auf chinesisch drauf.
Der nächste Ort heißt Massacre, weil dort mal ein solches statt fand. Dort möchte ich nicht wohnen...
Irgendwann bogen wir ins Landesinnere ein und folgten dem Layou River, dem längsten Fluss auf Dominica.
Die roten Blumen heißen gingerlilly; die anderen in gelb blühen immer, weil sie nicht abgefressen werden (die Info war von gestern).
Es gibt viele kleine Kirchen, auf den anderen Inseln auch.
Bananen: Dole und Chiquita haben den Markt bestimmt, der Preis ging um 15 oder auf 15 Ct. (das weiß ich nicht mehr) runter, die kleinen Bauern können nicht mehr mithalten, deshalb sind die Bananenplantagen fast alle verwildert. Sie exportieren Kakao und Gewürze, ähnlich wie Grenada, und Ananas und Mango.
Mr. Nice hat seinen Fruit-Stand noch zu, wo man normalerweise probieren kann gegen ein Trinkgeld. Mal eine andere Art von Verkauf. Ein kurzer Regenschauer zeigt uns, dass wir ja im Regenwald sind.
Es geht immer weiter bergauf bis auf einen Parkplatz beim Emerald Pool. Dort sind ein paar Meter Stände aufgebaut, die Damen und Herren bieten fast alle das gleiche an. Hinterher finden wir da was, aber erst mal geht’s links in den Wald rein. Es ist sonst NIEMAND da! Nur wir! Nach 10 Min. Fußweg durch einen ganz ruhigen dunklen Wald sehen wir den Emerald Pool unten liegen. Wir sind immer noch alleine! (Im Reiseführer steht, den soll man meiden, wenn Kreuzfahrtschiffe im Hafen liegen...:-). Zwei der drei Damen gehen baden; da ist auch kein Platz für mehr Leute. Das Wasser ist relativ kühl. Der Rundweg geht auf der anderen Seite hoch, an riesigen Blättern und zwei viewpoints vorbei zurück zum Parkplatz. Irgendwie unvorstellbar. Tiere haben wir keine gesehen; 2 Meter lange Boas soll es auf der Insel geben. Es war nur ganz ruhig und sonst immer noch niemand anderes da. Um 10:45 sind wir von dort weg. Dieser schattige Tag tut der Haut gut.
Die Straßen sind interessant. Steigungen, wo man denkt, das Auto kippt hinten über, Löcher wie sie unser Feldweg nicht hat, wir kommen nicht schnell vorwärts. Und überall wird repariert. Dann kommen wir bei einer Holperstraße an einer Stelle vorbei, wo es qualmt, das ist sulphur springs, dort treten vulkanische Gase aus. Wir beschließen, dass wir dort nicht hingehen müssen.
Bei den Trafalgar Falls, zwei nebeneinanderliegende Wasserfälle, ist richtig was los, wir kriegen grade so den letzten Parkplatz. Die Waldwege sind über Wurzeln und Stock und Stein und manche Omas und Opas wären besser da weg geblieben. An einer schönen Stelle gibt es eine überdachte Aussichtsplattform, wo man beide Fälle sehen kann. Man kann bis zu den Fällen runterklettern und noch weiter. Wir hatten wieder eine begrenzte Zeit zur Verfügung, aber bei der Masse Menschen reichte das auch.
Um 13 Uhr sind wir an der Champagne Bay, einer der weltbesten Schnorchelplätze. Ich hatte Levi vorher gefragt, ob Kind hier schnorcheln kann, auch wenn sie es noch nie gemacht hat. Er kam später mit einer anderen Gruppe nach, hatte noch eine Anfängerin dabei und wollte ihr helfen, aber da war sie schon weg. Wir haben ihr das nötige Zeug für 12 $ ausgeliehen, sind einfach den anderen gefolgt, sie guckt es sich ab, legt das Zeug an und verschwindet. Wir sitzen in einer engen, natürlichen Steinbucht, wo die Sonne nach ein paar Minuten rum kommt, aber da ein paar Leute wieder gehen, können wir im Schatten bleiben. Nach 45 Min. kommt einer nach dem anderen wieder raus, es geht zurück, umziehen, unser Fahrer wartet geduldig auf alles, bis wir fertig sind. Debbie und Scott hatten wir dort auch wieder getroffen. Scott hatte im Wasser aus einer sicheren Tasche seine wasserdichten Dokumente verloren und lief am Ende fast kopflos herum. Unser Chef, Levi ist selbst hingeschwommen und hat sie auf einem Vorsprung im Wasser gefunden. Er bekam ein ordentliches Trinkgeld.
Um 15 Uhr war dieser tolle Ausflug beendet. Nach Salat und Pizza sind wir noch mal raus, da bauen sie schon ab. Meine Kette, die ich oben am Emerald Pool gekauft habe, gibt’s hier auch.
Nach duschen, computern, Sonnenuntergang aus unserem dreckigen Fenster, gutem Essen (heute Lachs) sind wir auf dem Weg nach vorne beim Tanzen hängen geblieben. ChaCha geht und wird geübt, Walzer ist gesellschaftsfähig, Tango ist schwierig, weil Tanzfläche zu klein und Quickstep geht überhaupt nicht. Man braucht DiscoFox und Salsa. Was sich da manche Leute zurechthoppeln! Zum Teil nicht mal im Takt. Das tut weh beim Zugucken.
Show: Amy am Klavier, eine ziemlich dralle Amerikanerin im roten engen Kleid... Sie spielt saugut Klavier und erzählt zwischendurch ziemlich viel. Das ist wohl das, was die Amis wollen, ..ich komm aus Dingsda, wer noch., usw... Bei „Time to say goodbye“ sind wir gegangen. Ein anderes Schiff war im Dunkeln zu sehen, ein schöner Mond und es ist natürlich sehr warm draußen. Und es schaukelt gar nicht.
Unser Kellner hat heute gesagt, das Schiff ist in Frankreich gebaut, deshalb ist es nicht so gut wie die neuen Schiffe, die in Germany gebaut werden.
Übrigens gehen alle Uhren im Schiff nicht. Wir haben immer 12 Uhr. Irgendwann kam eine Bemerkung im Today, sie können erst in San Juan wieder repariert werden.
Die Angebote, dort im Schiff eine neue Kreuzfahrt zu buchen ist interessant, aber wenn man Aktien hat, dann ist es das gleiche. Kombinieren lässt es sich nicht.
Besonderheit bei Dominica: Carnival und Royal Caribbean fahren nicht mehr an, es ist zu teuer für sie. Das ist für viele dort eine wirtschaftliche Katastrophe, weil ihre Einnahmequelle wegfällt. Ein Touranbieter hatte bis vor kurzem einen Vertrag mit Carnival, der wurde von heute auf morgen gekündigt, er versucht jetzt, wie viele andere vor dem Schiff Touris zu bekommen.

13.10. Mittwoch St. Kitts

Wieder um 6 wach, sehr praktisch, man sieht die Inseln von außen. Das wurde ein Ritual, hochfahren, gucken, wo wir sind, nach hinten laufen, Kaffee holen, Melone essen, wieder vorne gucken, nach 7 gucken, ob die beiden anderen wach sind für Frühstück.
Heute ist es windig, was sich aber in der Nähe vom Land sehr schnell legt. Das Joggingdeck ist sehr breit, so scheint es mir. Man kann rechts und links von dem roten Streifen Liegen längs hinstellen. Dort war wenig los, nur am Pool war nachmittags Betrieb.
Um 9 Uhr hatten wir Treffen mit Linda und den anderen, ein über cruisecritic organisierter Ausflug mit Rosevelt Taylor, ehemaliger Texas Ranger, Soldat auf 10 Jahre, was er als erstes erzählte.
Wo wir angelegt haben, ist alles aufgeschüttet für die Touristen, die Geschäfte stehen dort erst seit 2 Jahren. Basseterre wird Bass-Terr ausgesprochen. Der älteste Teil ist von 16xx. 18Xx hatten sie einen großén Brand. Und letzte Woche einen Sturm, keinen Hurrikan, aber 4 Tage lang ein Regengebiet, was sich richtig ausgetobt hat und Massen von Regen abgegeben hat. Er hat gesagt, so viel hat er noch nicht gesehen, seit er hier ist. Überall waren noch die Straßen kaputt, unterspült usw. und die Reparaturtruppen unterwegs. Das Wasser war allerdings wieder besser, kurz vor uns muss es noch braun ausgesehen haben. Rosevelt fand es nicht richtig schön, es wäre noch nicht so klar. Ich fand es schön blau.
Früher waren hier nur Engländer und Franzosen.
Er erklärte viel und gut und laut und langsam genug, so dass wir es auch verstanden.
Da die vier hinten in unserem Kleinbus (Van für 15 Leute, wir waren 13) es zu stickig fanden, weil das Gebläse wohl nicht richtig pustete, bestellte er einen anderen Bus zum tauschen. Der war noch etwas größer, diesmal saßen wir ganz hinten, alle waren glücklich und tiefgekühlt.
Wir kamen an der Bierbrauerei für das Carib-Bier vorbei. Dann kam eine Tierarzt-Uni für Amerikaner und Kanadier, Einheimische studieren hier nicht. Zuckerplantagen gab es hier viele.

1834 wurde die Sklaverei abgeschafft, wir fuhren durch das Dorf, das als erstes von freien Sklaven entstanden war.
Es gibt viele Affen auf der Insel, mehr als Menschen. Er warnte uns davor, uns einen auf die Schulter setzen zu lassen, das bedeutet gleich, dass man damit einverstanden ist, dass der Affenbesitzer Geld kriegt. Wir haben noch keinen gesehen.
Columbus landete hier als erstes auf der Suche nach frischem Wasser. 100 Jahre später kamen die Engländer und Franzosen und kolonialisierten von hier aus die Karibik. St. Kitts war sozusagen das Hauptquartier. Dann holten sie Sklaven. Alle Dunklen sind Nachfahren der Sklaven.
Wir hielten bei Romney Manor, Plantage der Vorfahren von Präsident Jefferson. Das betonte er öfters, sowas ist wichtig. Wir hatten 35 Min. Auslauf, um Batik zu gucken und zu kaufen (was niemand tat) und den Garten zu fotografieren. Ein toller Baum, der Saman, ein afrikanischer, war besonders beeindruckend. Hier begegneten wir einem Affen, der Frühstückspause machte.
Breadfruit, ist ein Gemüse wie die Kartoffel und auch so zu verarbeiten. Das sorgte dafür, dass die Sklaven überlebten.
Er meinte, die hohen Mauern sind gegen Tiere, aber da bin ich nicht sicher, ob das nicht ironisch gemeint war.
Die karibischen Inseln sind auch wirtschaftlich zusammen geschlossen, nennt sich Caricom. St. Kitts unterstützt Taiwan, um einen Sitz in der UN zu kriegen.
Als wilde Tiere leben hier Affen, Ziegen und Mungos (google ist nützlich).
Weiter ging es zu Brimstone Hill mit dem Fort oben drauf, und mit herrlicher Aussicht und wieder viel Sonne. Man nennt es das Gibraltar der West-Indies. Hinten konnte man 2 andere Inseln sehen, St. Eustatius (das früher zu St.Kitts und Nevis dazugehörte) und Saba; ganz im Dunst noch eine dritte, es könnte St. Marten sein.
Auch hier machte er uns drauf aufmerksam, dass wir keinen Audioguide brauchen, den uns jemand am Eingang für 5 $ andrehen will. Die Tore zum Fort waren sehr schmal, ich hätte es mit dem Wagen nicht probiert, dort durchzufahren. Es waren mehrere, und es passte immer haarscharf.
Mahagonibäume! Affen haben wir keine weiteren gesehen, und er bedauerte, dass wir die Bäume nur in grün sehen. Sie blühen im Februar.
Wir fuhren zurück nach Basseterre und in die andere Richtung, er wollte uns an das südliche Ende der Insel bringen. Vorbei am Flughafen von St. Kitts; die lange Landebahn ist die größte in der Karibik. Auf St. Maarten landen viel mehr Flugzeuge, aber die Bahn ist nur halb so groß. Hier können Airbusse und Boeings landen.
Wir fuhren zu Timothy Peak (?), dort konnte man rechts die Karibische See und links den Atlantik sehen. Eigentlich müsste da ein Unterschied sein, aber heute sahen beide gleich ruhig und schön aus.
Die Kokospalmen auf der Insel haben eine Krankheit, importiert mit irgendwas von den Philippinen, auf Nevis sind schon alle kaputt.

Ganz am südlichen Zipfel der Insel ist cockleshell beach, die Enge heißt the narrow. Hier ist es ziemlich natürlich mit einem sehr teuren Restaurant. Wir essen 2 Port. Pommes für 10$. Den Touris knöpft man es ab. Bis 3 dort, dann ging es zurück.
Ein Hemd gekauft, aber keine Postkarten. Ausruhen, 1 Std. schlafen. Keine Zeit für Forum o.ä.
Fertigmachen für formal night, ins Abendkleid quetschen - das wird ausrangiert, es ist zu eng geworden und war fast schon overdressed. Es reicht auch ein schöner Blazer mit eleganter Hose. Man sah noch einige Abendkleider, die erfahrenen amerikan. Kreuzfahrer tragen Smoking, aber es ist weniger geworden mit dem Aufbrezeln. Auch Fräulein Tochter hat gezwungenermaßen nochmals ihr schönes Kleid angezogen, woran ihr irgendwas nicht passt. Ebay, wir kommen.
Das Abendessen war wieder sehr delicious! Rebi hat sich zum Nachtisch nothing gewünscht, was unseren Alfred doch sehr betrübt hat. Deshalb bekam sie plötzlich einen Teller gebracht und alles war am Lachen. Dort stand mit Schokoladenschrift Nothing drauf. Morgen Abend wird sie sich nicht trauen, nix zu bestellen...
Vor der Show stellte sich der Kapitän und seine Mannschaft vor. Grieche, schwierig zu verstehen. Die Show war wohl gut, Ballroom Dance, aber irgendwie waren die jedes Mal woanders, wenn ich hingeguckt habe, anders ausgedrückt - mir sind dauernd die Augen zugefallen.

12.10.10 St. Croix, Frederiksted / Christiansted

Hallo Leser,
wegen euch verzichte ich auf Essen, wir sind grade in Grenada und ich habe noch eine knappe Stunde Auslauf, es gibt hier wireless im Terminal, überall, wenn auch etwas langsam. Deshalb hier mal wieder ein paar Tage,

zuerst St. Croix:
Super geschlafen, bis 4, dann noch mal bis 6 und dann hält mich ja nix mehr, wenn man nicht mal aus dem Fenster gucken kann, weil die Jalousie ziemlich fest ist und ein Kind davor schläft. Ganz vorne oben ist man von der Kabine aus schnell. Nur mit dem Aufzug 9 Stock hoch und nochmal 2 Treppen, dann ist man auf dem Ausguck.
Um 6:30 ist die Insel schon in Sicht. Glatte See, heiß und feucht, schon wieder schwitzen. Einmal ganz nach hinten (das gibt ein paar Kilometer in den nächsten Tagen!), ein Kaffee und Melone als Vor-Frühstück, es sind viele Deutsche unterwegs, denen das frühe Aufstehen ja im Moment nicht schwer fällt. Dann mal nachsehen, was unten los ist. Voll, wenn wir alle drei in der Kabine schaffen. Ich will Balkon. Na ja, man kann halt nicht alles haben.
Nach einem gepflegten Frühstück in gekühlter Atmosphäre (was die Temperatur betrifft) waren wir um 9 Uhr fertig und sind los. Es gab mehrere Optionen, was wir jetzt machen, gleich hier an den Strand, was besichtigen, nach Christiansted fahren, dort was machen... 
Zuerst mal sind wir bequem mit dem kostenlosen Shuttle bis zum Ende der Pier gefahren (faules Pack...), dort standen mehrere Leute mit blau bunten Karibikhemden mit Papageien und so drauf, die verschiedene Touren anboten. Nicht aufdringlich und nervend wie in der Türkei, sondern ein Bus nach Christiansted, zurück wann man will zwischen 11:30 und 16 Uhr, für 12$ pP. Im Schiff war noch die Rede von 25 $, aber da sie zum ersten Mal in dieser Saison hier sind, wusste die Dame an der Schiffs-Rezeption auch nicht viel.
Nach kurzer Befragung von einer Mitarbeiterin der Tourist-Info, die draußen einen Infostand hatte, entschieden wir uns für die Bustour nach Christiansted.
Dort angekommen spazierten wir etwas herum, auf einmal kam mir eine Bank und der Platz davor sehr bekannt vor, und ich hatte die webcam entdeckt, die ich in der letzten Zeit immer angeguckt hatte. http://www.gotostcroix.com/live/piercam.php
Gegenüber liegt eine Insel, Hotel on the cay, dorthin setzt man mit einem Boot über (3 oder 4 $) und dort haben sie einen wunderschönen Strand mit feinstem Sand. Nicht groß, aber mit Toilette, Getränkeverkauf (Fläschchen Wasser für 2 $). Im Wasser ist es angenehmer als draußen, selbst im nassen Zustand im Schatten. Es ist heiß! Liege würde 5$ kosten, falls es jemand interessiert. Das ist an anderen Stränden auch so.
Irgendwann hatten wir genug und haben gepackt; wir waren wohl 1,5 -2 Std. da. Es hat aber trotz Einschmieren für einen Sonnenbrand an verschiedenen Stellen gereicht.
Dann waren wir in Christiansted noch etwas shoppen, ein Geschäft hätte ich am liebsten leer gekauft; ohne Essen, nur mit Keksen und Wasser sind wir zurückgefahren, Abfahrt am Parkplatz, wo man raus gelassen wurde. Dort hatten sie eine „Wartehalle“, 9 Stühle mit einem Zeltdach oben drüber.
Als genug zusammen waren, was sehr schnell ging, wurde ein heißes Auto gefüllt und wir wurden zurückgebracht. Sie haben schöne Nummernschilder dort.

Um drei Uhr waren wir zurück, und testeten die Pizza und genossen einen großen Salatteller. Die Auswahl ist echt klasse. Rebi verhungert nicht.
In der Kabine finden wir die Ankündigung vor, dass wir an einem Seetag alle drei zu einer Brückenbesichtigung eingeladen werden, Termin kommt noch. Wir sollen aber nicht davon erzählen, weil das sehr begehrt ist.
Während der Abfahrt war ich mit Computer oder Duschen beschäftigt; um 18:15 ist Abendessen.
Dieses jetzt nur noch zu siebt. Die anderen 5 haben sich einen extra Tisch geben lassen.

Da eine Meldung überfällig und nirgendwo Wireless in Sicht war, sind wir nach dem Essen zum Onlinecenter mit dem Laptop und haben ein Onlinepaket für 30$ gekauft, ca. 49 Min, und 23 davon gleich ausgegeben, um uns per Blog zu melden. Da ich vorher schon vorgeschrieben habe, musste ich nur reinkopieren.
Jetzt muss ich erst mal wieder was aufschreiben.
Der Pott bewegt sich mal. Es ist nicht viel los, alle sind im Theater bei einem amerikanischen Comedian, den wir sowieso nicht verstehen, oder beim Essen.
Ab 10 ist wieder was los, aber da sind wir schon müde.

Wir sind an Bord übrigens genau 2008 Passagiere. Da ich viel zuviel Deutsch gehört habe, wollte ich mal die Anzahl der Deutschen wissen. Das sind 186. Es scheinen aber mehr zu sein.
Und Teens gibt es anscheinend keine. Niemand da bei den Teenstreffen um 21 Uhr.

Samstag, 16. Oktober 2010

Kurzmeldung 16.10.

Hallo, uns geht's gut! Wir sind allerdings so beschäftigt, dass ich nicht nachkomme.
Am Di war St. Croix, am Mittwoch war ein vorgebuchter Ausflug auf St. Kitts, abends Gala, am Donnerstag ein Ausflug auf Dominica und heute St. Lucia, nur ein kurzer Ausflug mit Strand.
Ich werde mal Hausaufgaben machen.
Es ist immer noch warm....
Viele Grüße

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Wir sind drin!

Um 11:30 waren wir drin! Sekt auf Deck 3, wo der Eingang war, dann mit dem durchsichtigen Aufzug nach oben, ein erster Rundgang auf den oberen Decks vom noch leeren Schiff, man kann die Spitze sehen, dort ist ein Hubschrauberlandeplatz; überall „welcome on board, how are you?“, dann landeten wir im Buffet Restaurant, heißt Ocean Cafe /Grill. Porzellan, nix Plastik, sogar die Kaffeetassen! Außer den Getränkebechern in schönem Blau. Auf den Tabletts liegen Stofftücher, damit das Zeug nicht so rutscht und vermutlich auch, damit es nicht so Kantinenmäßig aussieht. Eben anders, der kleine Unterschied. Leute, fahrt Celebrity, auch wenn die Getränke viel kosten. Die verdienen Kundschaft.
Es gab mal hin und wieder einen Regenschauer, aber wir waren da, wo wir hin wollten und mussten nicht mehr raus.
Die Kabinen wurden nach 13 Uhr freigegeben.
Um 14:30 sind wir beim Spa gelandet, während Axel ein Schläfchen hielt, haben wir Damen uns die Anwendungen erklären lassen (eigentlich wollte ich nur mal durchlaufen). Kaffee und Kuchen geholt, das Schiff füllt sich.
Es ist Platz im Buffet-Rest. Die Stühle sind weich, breit, mit Armlehnen (viele) und man kann überall bequem hin. Es gibt bis zur Rettungsübung ständig ein ordentliches Sortiment zur Auswahl. Pizza, Sandwiches, Kuchen wird es jeden Tag zu jeder Zeit geben, Eis nachmittags viele Sorten. Getränkeautomaten, die funktionieren und sogar Auswahl dabei, zwei Säfte, Wasser und Eiswürfel, Kaffee mit und ohne, Milch, heißes Wasser und Tee.

Um 15 Uhr sind die Koffer immer noch nicht da. Ich würde gerne ein Internet-Package kaufen, aber das Läppi ist im kleinen Koffer.
Um 16 Uhr kommt die Carnival Freedom angefahren, während wir hinten außen mit einem Kaffee sitzen, die Walflosse bewegt sich langsam um die Altstadt herum.
Vor dem Rettungsübung im Theater schaffen wir es grade noch, unsere Koffer auszuräumen. Das war gar nicht so einfach.
Erst mal Rettungsübung: Alle müssen beim Signal OHNE Rettungsweste, aber mit Bordkarte zum Sammelplatz, das ist für uns das Theater, dort stehen drei auf der Bühne, die vormachen, wie man eine Rettungsweste anlegt, dann noch ein paar Brandschutzhinweise, dann dürfen wir wieder gehen. Ganz gechillt, aber Pflicht. Wehe, man drückt sich! Die Kabinen werden in der Zeit kontrolliert.

Kabine:
Nr. 2008 rechts außen die vierte von vorne, großes rundes Fenster, ca 1 m Durchmesser. Und das ist unten irgendwie undicht, da steht ein Pfützchen. Da wir ziemlich weit unten sind, frage ich mich, wo das wohl herkommt.
Für drei Leute ist es ziemlich eng. Besser wäre, wenn das dritte Bett oben aufgehängt wäre. Aber das ca. 1 m breite Sofa wird abends zum Bett ausgezogen. Der Tisch steht dann auch noch im Weg. Durch die Spiegel scheint die Kabine größer und nicht beengt.
Der Schrank hat 2 Fächer zum Hängen, worin zwei Bademäntel hängen, 1 Fach zum legen, darüber ganz hohe obere Fächer, wo die Schwimmwesten liegen, den Safe, 6 Schubladen, dann kommt der Kühlschrank mit viel Zeug drin, darüber sind ein Schirm und zwei dicke Strandtücher, auf der einen Seite steht Celebrity, am anderen Ende ist das Schiff abgebildet, kann man kaufen für 28$; oben drauf der Fernseher, oben drüber ein großes Fach mit viel Platz.
Zwei Nachtschränkchen mit je 2 Schubladen. Schreibtisch hat re und li je ein schmales Fach. Auf dem Schreibtisch steht immer eine Kanne Wasser und ein Eiswürfelbehälter, wird 2x täglich ausgetauscht.
Ablageflächen fehlen mir, für den Kruscht, den man immer irgendwo hinlegt. (das einzige, was mir bei Aida besser gefiel, das Regal neben dem Bett.) Wir haben aber alles untergekriegt. Nachtrag von hinterher: Als alles seinen Platz hatte, war es in Ordnung und groß genug.
Den Teppichboden genieße ich im Moment sehr, nach den Fliesen und den Beton-Treppen im Hotel (wegen Sand). Ein ziemlich breites Bett und alles sehr ruhig. Auch die Klimaanlage fällt überhaupt nicht auf.

Bad:
Groß genug! Die Dusche ist ca. 100 x 50, der Wasserdruck ist prima, oben gibt es eine Wäscheleine, unter dem Waschbecken ist ein Schrank, oben sind 2 Ablagen, der Föhn ist im Bad. Die Spiegel sind nicht klappbar, aber man kann sich trotzdem von hinten sehen - sehr wichtig für die jugendliche Dame.

Die Freundlichkeit des Personals ist Wahnsinn. Jeder begrüßt einen.
Bier 5$, Wein 7-8 $ pro Glas, dazu nicht nur 15 % Servicecharge, sondern auch noch 7 % Tax, lokale Steuer. Mal sehen, ob die erhalten bleibt oder nur in San Juan gilt.

Abendessen um 6:15 Uhr. Wir sitzen mit unseren 4 Amerikanern in der deutschen Ecke an einem 12er Tisch. Hinten ist ein Mädchen dabei, 12 Jahre, NRW. Unsere Kellner: Alfred aus Indien und Alina aus der Ukraine.
Wir werden 2 formal nights haben, wieder den schwarzen Anzug umsonst mitgenommen.

Nach dem Abendessen war cruisecritic-Treffen hinten auf dem offenen Deck. Es waren wenige da, es war furchtbar laut, weil ein Gitarrenspieler dort live Musik gemacht hat, und dann versteht man kein Amerikanisch mehr. Rebi hat sich gleich verdrückt, Axel hat es genervt, wir sind um halb 9 zum Auslaufen höher gegangen, dort war die Aussicht besser und es war leiser.
Es wurde etwas später, wir haben geguckt, wie wir um die Altstadt herum und rausgefahren sind, dann sind wir um halb 10 in die Kabine. Rebi war beim ersten Treffen für Teens und war die Einzige. Die dort saß hat sich gewundert, dass überhaupt jemand kommt, die würden alle erst später in Laufe der KF kommen.
Das richtige organisierte CC-Treffen ist für morgen früh 10 Uhr angesetzt, aber das ist sehr ungünstig. Da sind wir nicht da. Und viele andere auch.

Montag 11.10.10

4:15 Uhr und ich kann nicht mehr schlafen (mein Läppi zeigt 10:15 an). An Mannis nächtliche Aktivitäten in New York gedacht. Ich muss ja noch für den Blog ein bisschen sortieren. Also mache ich mal die Abschnitte fertig. Dann noch meine Fotos runtergeladen. Wo gibt’s später free wifi?

Beim Frühstück sind plötzlich nur Deutsche. Alles Leute, die auch Milli fahren und ein Ehepaar wohnt mit uns hinterher im Hotel Radisson Ambass. und fliegt im gleichen Flieger.
Wir haben noch einen Strandspaziergang nach rechts gemacht bis es nicht mehr weiter ging, dort waren zwei Pelikane beim Frühstück. Hervorragende (hoffentlich) Fotos und Filmaufnahmen, wie sie kreisen und ins Wasser stoßen. Das erste Karibische Tier-Erlebnis.
Noch zurück in die andere Richtung bis zu einem Platz,wo die Pelikane in einem bestimmten Baum sitzen, und wo wir das HI Express entdecken, das wir beinahe gebucht hätten. Wir waren tatsächlich mitten am Strand untergebracht. Ob sie die eine Hochhaus-Ruine am Strand noch abreißen? Auf dem Rückweg fanden wir in einem Geschäft ein T-Shirt mit Schlagzeugen drauf. Die Stöcke haben wir ja leider verloren. Noch eine Postkarte, aber keinen Briefkasten gefunden.

Mit dem Taxi ein paar Minuten für 20$ zum Schiff gefahren. Wir waren um 10:20 da und haben beobachtet, was so passierte. Ein Bediensteter wurde gegen 11 weggeschickt, um Banderolen zu holen, dann gings los. Man konnte das Gepäck abgeben und hätte sich normalerweise schlängelnd anstellen müssen, aber irgendwie haben das die Leute nicht hingekriegt und die Neuankömmlinge blieben mit ihren Koffern hinter den anderen stehen und sahen überhaupt nicht, dass sie sie abgeben sollten. Es war einfach interessant. Dann bekamen wir ein einfaches Gesundheitsformular und die Tür ging auf. Massen an Personal, alle sehr freundlich. Zuerst Gepäck durchleuchten, durch eine Reihe gehen, um dann an einen freien Schalter zu kommen. Wir waren bei den allerersten. Auch der Zoll und Polizei waren reichlich vertreten. Bis wir auf dem Schiff waren, haben wir mindestens 5x Pässe und/oder Bordkarte vorgezeigt. Um 11:30 waren wir drin!

Es ist heiß !!!!

10.10.10 Tagsüber
Nach Bus gefragt, fährt gleich vorne an der Ecke bei Supermarkt, vor Marriot, Sonntags aber nur stündlich. Um halb 9 probiert, ob einer kommt. Ein netter Mensch hat uns erklärt, wie man in SJU Bus fährt: für 75 Ct. pro Nase, passend in Quarters, in eine Kiste werfen, bis zur Endstation fahren. Nr. 21 oder 53 und immer Arm ausstrecken, wenn man mit will.
Wir sind einfach rumgelaufen, noch alles schön leer, aber heiß!!!!
Festung El Morro: gleich Eintrittskarten für beide Festungen gekauft, 5,- pP, bis 15 J. nichts. Tolle Aussichten.
Danach wieder gebummelt, die Geschäfte sind alle schrecklich kalt klimatisiert, manche kühlen durch die Tür die Straße. Wieso die dafür keine Solarzellen auf dem Dach haben...??? Das wäre hier sinnvoll.
Das HardRock Cafe wollte Rebi auf jeden Fall besuchen. An sehr zentraler Stelle haben wir es gefunden, Rebi hatte sofort 2 T-Shirts zur Auswahl, Axel ein Poloshirt. Die Schlagzeugstöcke als Mitbrinsel für Kai waren leider im Hotel nicht mehr da, die muss sie irgendwo verloren haben oder sie wurden geklaut.
Irgendwann hatte ich so viel geschwitzt, dass ich Lust auf Pommes hatte, so haben wir den Burgerking gefunden und uns da tiefkühlen lassen. (Leute, 5 Grad wärmer wäre auch noch sehr kühl!). Die Angestellten würden in Deutschland wegen Langsamkeit raus fliegen, aber jeder hat sein Zeug gekriegt. 17$. Auf alle Beträge/angegebene Preise kommen 7 % drauf, local tax. Ist so und keiner motzt.
Was auffällt: Sie haben viele ältere Arbeiter und Angestellte.

Nach dem frühen Mittagessen sind wir zur 2. Festung, Fort San Cristobal, schöne Fotos, die Carnival Victory und Serenade ots liegen im Hafen.
Bei einem Kaffee nähe Hafen wurden die ersten Postkarten geschrieben. Woher kriege ich Briefmarken? Sonntags ist die Post zu. Morgen ist Feiertag, Columbus day, da also auch.
Mit dem Bus zurück, wilder Fahrer mit Rennfahrerhandschuhen, es war wie Karussell fahren.
In unserem Supermarkt: sie hat 20 Briefmarken für US, weiß aber nicht, ob das auch für Europa gilt.
Wir haben an der Rezeption gefragt, ob er wegen Briefmarken Bescheid weiß. Er hat im Internet geforscht und uns angerufen: Europa 98 CT, USA 40 Ct. Also habe ich einfach die US Marken gekauft und drei auf jede Postkarte geklebt. Mal sehen, ob sie ankommen. Anmerkung hinterher: unsere kam an, sogar schnell.
Da wir so viel geschwitzt hatten, mussten wir das Meer ausprobieren. Sonnenbrand ist übrigens trotz Einschmieren schon aufgetreten. Also mit anderem Mittel wieder einschmieren. Wir waren mal im Meer und haben und nass spritzen lassen, die Wellen waren so hoch, dass einige versucht haben zu surfen. Aber es war uns zum ersten mal an diesem Tag draußen nicht heiß.
Was ist mit einer schönen 15-jährigen mit langen blonden Locken? Sie wird beguckt. Ausgiebig. Die Liegestühl-Verwalter (das waren mindestens 3) beschäftigten sich ausschließlich mit Blick in unsere Richtung. Als wir gingen, kam der Älteste (Opa-Typ) und entschuldigte sich, dass die boys so geguckt haben, sie wären aber in Ordnung und würden ihr nichts tun. Wir mussten innerlich so lachen! 2 Bodyguards sind wohl nicht übertrieben....
Zum Abendessen hatten wir eigentlich eine Einladung, in der Altstadt im El Convento „unsere“ Amerikaner zu treffen, aber nochmal rein – nee. Wir haben uns in der Nähe eins zum draußen sitzen gesucht, es gibt ja viel Auswahl weil hier nur Hotels sind, haben gut gegessen und sind um 8 ins Bett.